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The big five – Vol.2

7. Okt. 2019

The big five – Vol.2

Afrika anders interpretiert

Vor vielen Jahren, wie üblich in der Lebensmitte, schlug bei mir psychosomatisch der Blitz ein. 15 Jahre durchgearbeitet, Haus gebaut, geheiratet, wunderbare Familie mit 3 Kindern geschaffen und was weiß ich noch mehr, plötzlich war alles anders. Körper, Geist und Seele spielten mir „das Lied vom Tod“. Angststörungen, landläufig Panikattacken genannt, mit der Vorstellung, dass das liebe Herzerl gleich zum Schlagen aufhört. Was es alles gibt, hab ich mir gedacht und mich selbst in einem halben Jahr geheilt. Eine unwiederbringliche Erfahrung.
In diesen Zeiten geht man dann unweigerlich bestimmten Büchern entgegen, die einen Teil der nötigen Rezeptur stellen.

Eines davon war eben „The big five“ von John Strelecky. Ich habe ja fast alles von ihm gelesen, aber kein Werk kommt annähernd an dieses heran.
Damals, vor einem gefühlten Jahrhundert, habe ich es gewagt, einen Blog über die Themen des Buches zu schreiben – die fünf großen Ziele des Lebens (the big five) oder den persönlichen ZdE, den Zweck der Existenz. Was für ein Aufschrei! Der Peter Ebster ist noch krank, der muss zum Psychologen, der hat noch nicht ins Leben zurückgefunden. Esoterisch ist er geworden, war noch die gnädigste Einstufung.
Heute weiß ich, sie hatten nicht Recht. Ich bin seitdem so richtig im Leben angekommen, einmal mehr, das andere Mal weniger. Lustig war auf jeden Fall, festzustellen, dass die meisten Diskutanten den Bericht nicht einmal gelesen hatten 🙂 . Ein Zeichen der Zeit, die waren ja schlimmer als Schlagzeilenleser. Aber das Themengebiet ist halt etwas komplexer als die Sportergebnisse.

Aber was bringt mich dazu, den kalten Kakao wieder aufzuwärmen. Na, 2 Ereignisse. Einerseits sehe ich vor Monaten John Strelecky´s „Das Cafe am Rande der Welt“ auf dem Schreibtisch meiner Tochter liegen, worauf ich ihr das genannte Meisterwerk gleich dazugelegt habe.
Und jetzt, im Rahmen eines gemeinsamen Wochenendes, verschlingt meine Schwester, ohne absetzen zu können, die sinnerfüllten Zeilen über Joe Pogrete und seinen Unternehmerfreund Thomas. Überall werden somit die großen fünf Ziele gerade justiert.
Spannend.

Ich kann dieses Werk allen empfehlen, die in leitender Funktion stehen und mit Menschen zusammenarbeiten.
Spätestens, wenn ihr das Buch gelesen weglegt, fängt das Nachdenken an.
Über unnötige Hierarchien im Betrieb, über den herzlosen Umgang mit Mitarbeitern, über die Beschäftigung mit Themen, die nicht immer mit den eigenen Zielen übereinstimmen.
Auch über engagierte Mitarbeiter, die die Botschaft des Betriebes als ihre eigene betrachten. Schön.

Aber es ist keine, wie heute in der Glücksindustrie sehr gängig, Gebrauchsanleitung, wie man den kürzesten Weg zur Sinnerfüllung einschlagen kann.
Dazu sage ich nur – der Weg ist das Ziel, und der Weg, liebe „Instagram“-Jugend, dauert bei mir bereits über 50 Jahre an……

P.S.
Kommendes Jahr steht im Frühjahr Südafrika als Reiseziel an, vielleicht bin ich dort ja mit den physischen „Big five“ konfrontiert.