ein Schritt nach dem anderen…..

100miles

Über mentale und physische Grenzen

Treue Leser des Blogs werden gemerkt haben, dass die Beitragsfrequenz etwas gefallen ist.
Das hat mehrere Gründe. Bauspezifisch kommt ja mittlerweile sehr viel von Ines, bitte weiter so.
Vielleicht auch diese turbulente Zeit, die viel Kopfarbeit braucht, um über mögliche Szenarien nachzudenken (da ich glaube, dass wir erst die Spitze des Eisbergs sehen….).
Aber ein Grund ist privater Natur.

Vor wenigen Jahren, 2018, absolvierten unser geschätzter Viktoria-Verkaufschef Herbert Schweighofer und meine Wenigkeit den Mozart 100. Ein unglaublicher Tag mit 105km und 4600 Höhenmetern. Unvergessen die Emotionen. Wie so oft waren im Ziel die Worte „nie wieder“ zu hören. Meine Frau Tanja weiß aber da immer schon, dass das nicht Bestand hat.
Vor Beginn der Pandemie hatte mich ein anderer Virus gepackt – ein echter Ultraläufer hat einmal in seinem Leben die 100Meilen zu laufen. Vor der österreichischen Haustüre findet der 100 Miles of Istria statt. 2020 gecancelt, 2021 auf den Herbst verschoben. Im April 2022 findet er wieder statt. Mit mir. Start am Freitag diese Woche, 17.00.

167km und 6500 Höhenmeter auf dem Weg von der Ostküste zur Westküste. Verglichen mit einer Flachstrecke (da gibt es Umrechnungsformeln) entspricht das über 230km.
Glauben wird mir das wahrscheinlich keiner, aber ich freue mich schon drauf.

Ein knackiges Training von 3 Monaten war jetzt wahrlich nicht zu viel, knapp 600 Trainingskilometer ist auch eher unterdurchschnittlich. Als Unternehmer gibt es zeitlich einfach Grenzen.
Wieso mache ich trotzdem mit, obwohl die Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens sehr hoch ist?

Ja, wenn ich das so eindeutig sagen könnte.
Aus den Erfahrungen des Mozart 100 weiß ich, was der menschliche Körper alles leisten kann. Was aber noch viel wichtiger ist, ist der Teil, der oben drauf sitzt. Als Erfolgsgarant ist die mentale Stärke laut Berichten von Profis im Ultralauf mit 90% anzusetzen. In diesem Bereich bereite ich mich in den Tagen vor dem Wettkampf am meisten vor. Visualisierungen, Filme und Berichte über Ultrarunning, Durchspielen von Krisenszenarien, klare Vorstellung vom Tag-Nacht-Wechsel und andere Methoden erprobe ich, um im Ernstfall dann automatisiert zu handeln.
Im Lauf, vor allem über 80k, darf man nicht damit rechnen, geistig voll belastbar zu sein. Kognitiv steht man sprichwörtlich neben dem Schuh. Man kann sich fast nicht mehr die Schnürsenkel binden (daher laufe ich Salomon :-), wo man nur anziehen muß).
Ich bin gespannt, was so im unbekannten Bereich über 100k (falls ich dort hinkomme..) passieren wird, wie motiviert man sich, wenn man geistig und physisch auf Leerlauf geschalten hat? Wo kommen die letzten Körner her? Kann man bei 150k überhaupt noch laufen oder ist gehen schon eine Überwindung? Das werde ich hoffentlich für mich in 10 Tagen beantworten können.

Vorerst einmal bitte ich um dickes Daumendrücken, es wird nötig sein.

P.S.
Es wird eine WhatsApp Gruppe geben, in der es Liveberichte vom Lauf gibt. Auch eine App wird angeboten, wo man Live-Tracking ermögicht.
Wen es interessiert, was ich im Rennen so erlebe, einfach melden, dann füge ich den Kontakt dazu bzw. informiere ich über die APP.

P.S. 2
Das Outfit wie auf den Bildern zu erkennen wird natürlich unserem Firmendesign entsprechen…..mit Blau-Gelb gehe ich auf den Bergen sicher nicht verloren.

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